Nachdem ich die ganze Woche versucht habe, die richtigen Sachen fuer unseren Urlaub in eine kleine Tasche zu bekommen, sind wir am Sonntag, den 08.Juni um 4.30Uhr mit der besten Freundin meiner Gastmutter und deren Familie zum La Guardia Flughafen nach New York gefahren. Unser Flug ging 7.30Uhr. Da meine Gasteltern meinen Flug erst spaeter gebucht haben, hatte ich meinen Sitzplatz weit entfernt von Aerger und Laerm. Der erste Flug hatte eine Dauer von 3h 14min. Angekommen in Houston,Texas, hatten wir nicht viel Zeit, denn das zweite Flugzeug wartete schon. Normalerweise haette unser Flug 2h 3min gedauert, doch wegen schlechtem Wetter und der daraus resultierenden schlechten Sicht wurden aus 2h gleich 4h bis der Pilot, nach 2 vergebenen Landeversuchen, entschlossen hat in Guadalajara zwischenzulanden und dort zu warten bis sich die Wetter- und Sichtverhaeltnisse verbessern. Nach einer weiteren halben Stunde Wartezeit hat der Pilot zu einem weiteren Landeversuch angesetzt, mit Erfolg. Ankunftszeit in Puerto Vallarta war schliesslich 5.30Uhr. Rechtzeitig zum Abendessen sind wir in unserem Haus im Resort, dessen Name mir entfallen ist, angekommen. Ich bin mir nicht sicher, ob man es lieber VILLA anstatt HAUS nennen sollte. Unbeschreiblich viel Raeume. Die Zimmer wurden aufgeteilt. Mein Zimmer: direkt neben den meiner Gastkinder. „Herzlichen Glueckwunsch,Jessi“, dachte ich mir und brachte meine Sachen voller Begeisterung unter. Die Enttaeuschung verflog als uns die hauseigenen Angestellten ein wunderbares Abendessen mit Vorspeise,Hauptgang und Dessert seviert haben. Reiche Leute haben es wirklich gut. Voller Erschoepfung sind alle ziemlich frueh ins Bett gegangen. Am naechsten Morgen wurde uns von zwei weiteren Angestellten das Fruehstueck vorbereitet. Jeden Morgen gab es Pancakes, Frenchtoast, Ruehrei, gebratenen Schinken und frischgepressten Orangensaft. Zwar kann ich die Sachen jetzt alle nicht mehr sehen, aber es war lecker. Am selben Tag kam auch noch die Mutter der besten Freundin und deren beste Freundin, um den Urlaub mit uns zu verbringen.
Wir haben nie wirklich Plaene fuer die Urlaubstage gemacht, aber es war trotzdem enttaeuschend, dass es die ersten 3 Tage nur geregnet hat. Die Tage verbrachten wir zuhause und waren trotz des schlechten Wetters im Pool, denn nass sind wir sowieso geworden. Als sich die Regenwolken am 4. Tag langsam verzogen sind wir die restlichen Tage von frueh bis spaet hinunter zum Beach Club gegangen, wo wir beinahe jedes Mal Mittag gegessen haben. Einen Tag in der Urlaubswoche sind wir in die Stadt gefahren. Es war traurig, zu sehen wie arm die Leute in der Umgebung waren, deshalb sind wir nicht lange geblieben. Trotzdem hatte ich die Gelegenheit ein paar schoene Fotos zu machen. An einem weiteren Tag im Beach Club, habe ich mir mit meinem Gastvater ein Kajak geliehen und wir sind durch den Pazifik geschippert. Ich konnte ihn nicht davon abhalten nicht so weit hinaus zu paddeln, da ich keine Ahnung hatte, was ich die ganze Zeit ueber erzaehlen sollte. Aber im Endeffekt, war es eine lustige Erfahrung. Im Laufe der Woche habe ich einige Bananenboote gesehen, die bei uns am Beach Club gehlten haben. Da ich das noch nie gemacht ahbe, meinte ich zu meiner Gastmutter, dass wir uns doch auch so ein Boot bestellen koennten. Gesagt, getan. Eine Stunde spaeter sassen mein Gastvater, meine Gastmutter, ihre beste Freundin, deren Mann und ich auf der Banane und haben uns quer ueber den Ozean ziehen lassen. Wir waren nur am Lachen und es hat tierischen Spass gemacht.
Zwei Abende in der Woche musste ich auf alle vier Kinder aufpassen, da die ‘Erwachsenen“ zum Essen ausgegangen sind. Keine grosse Sache fuer mich. Alle waren stolz auf mich und trotzdem hab ich nicht mehr Geld bekommen. Naja…Ich bin froh, dass ich den Urlaub miterlebt hab, aber bin auch froh wieder zurueck zu sein, denn zum Ende der Woche war es einfach nur noch langweilig die ganze Zeit m Strand zu liegen.
Auf der Rueckreise sass ich im ersten Flugzeug von Puerto Vallarta nach Houton auf Sitzlatz 1A, wie sich das gehoert. Ich hatte wieder einmal meine Ruhe vor den Kindern und konnte sehr gut entspannen. Der zweite Flug war estwas anstrengender, weil ich neben mir eine junge Dame sitzen hatte, die meinte ein Gespraech mit mir anfangen zu muessen. Zudem hatte das Flugzeug auch noch eine Stunde Abflugsverspaetung, die wir am Flughafen mit Essen verbracht haben. Nachdem das Flugzeug, nach minutelangem Hin-und Hergefliege durch zuviel Verkehr am Flugplatz, um 22.30Uhr endlich gelandet ist, sind wir ins Taxi gestiegen und sind letztendlich um 23.30Uhr „zuhause“ angekommen. Doch von Alltag ist noch lange nicht die Rede, denn die Kinder haben Ferien. Demnach heisst es Kinder beschaeftigen von frueh bis spaet.