Mein Wochenende enthielt endlich ein wenig Abwechslung. Am Anfang der Woche habe ich mich spontan dazu entschieden mit drei anderen Au Pairs nach Philadelphia zu waren. Die Woche ging vorbei wie im Flug und es war Samstag morgen um 5.15Uhr, als mein Wecker klingelte. 6.10Uhr wurde ich dann abgeholt und wir sind zum Zug gefahren der um 7.00Uhr fahren sollte. Alle noch hundemuede, haben wir uns ind en Zug gesetzt und uns auf den Weg nach New York City gemacht, von wo aus unser Chinatown-Bus nach Philadelphia fuhr. Die Busfahrt war recht angenehm und dauerte auch nur 1 1/2 Stunden. 10.30Uhr angekommen, haben wir uns erstmal umgeschaut und mit Erstaunen festgestellt, dass wir zu den vielleicht 100 einzigen “Weissen” gehoeren, die da ueberhaupt herumstreunen. Naja, das erste Geschaeft, in das wir uns verirrt hatten, war natuerlich das Hard Rock Cafe. Anschliessend sind wir ein wenig umhergalufen, um heruaszufinden, was es dort ueberhaupt alles gab. Dann haben wir uns entschlossen ersteinmal shoppen zu gehen. Leichter gesagt als getan. Eim Polizist hat uns beraten, wo man denn am besten einkaufen gehen kann. NAchdem wir uns auf den Weg gemacht hatten und nicht fuendig wurden, da dort nur teure Geschaefte zu finden waren (und wir ja nur eine reiche GASTfamilie haben), sind wir also wieder umgekehrt und in das andere Einkaufszentrum gegangen, welches uns der Polizist ebenso nahegelegt hatte. Man kann sich das ungefaehr vorstellen wie das Allee-Center. Zu meiner Enttaeuschung habe ich nur ein T-Shirt gefunden. Nach der “Shopping-Tour” entschieden wir uns fuer ein wenig Kultur und sind zur beruehmten Liberty Bell gelaufen, was nicht mehr ist als eine Glocke mit einem Riss in der Mitte… Danach sind wir sur beruehmten South Street gelaufen, die uns waermstens empfohlen wurde. In den ersten 3 Laeden kamen wir uns noch merkwueridig vor, da wir von allen Afro-Amerikanischen Menschen angestarrt wurden als kaemen wir von einem anderen Planeten, aber das legte sich im Laufe, aber vernuenftige Sachen konnten wir uach nicht ausfindig machen.
So langsam wurde es dunkel und wir haben uns nach der Anstrengung beim Laufen noch eine Weile im Park ausgeruht, als ein schwuler Schwarzer unseren Weg kreuzte und uns fragte, ob wir einen gutaussehenden Mann an uns vorbeilaufen sehen haben-Sein Date. Als wir ins Gespraech gekommen waren, gab er uns ein paar Tips, wie wir herausfinden koennten, wie wir zu unserem Hostel kommen koennen, denn keiner hatte nur eine leise Ahnung. Nach ungefaehr einer halben Stunde haben wir uns von unserem lustigen neuen schwulen Freund CHIPPIE, mit der lustigen Lache, verabschiedet und sind seinen Anweisungen gefolgt. Das einzige Problem war, dass dort, wo er uns hingeschickt hat, gar kein Informationszentrum aufzufinden war, sodass wir zurueck zur Liberty Bell gelaufen sind, wo eines vorhanden war, welches jedoch bereits geschlossen hatte. Weiter auf der Suche nach Hilfe, trafen wir auf einen netten jungen Polizisten, dessen einziger Hinweis ein Schild mit einer Telefonnummer war, die wir von unseren Handys aus nicht einmal anrufen konnten, da Philadelphia und Connecticut verschiedene Vorwahlen haben und wir nicht wussten, welchen Code wir vorwaehlen mussten. Da sassen wir nun an einer Bushaltestelle. Alle schlechte Laune, die man unseren Gesichtern haette ablesen koennen. Dann kam mir die Idee ein Taxi anzuhalten und zu fragen, ob er wusste, wo denn die Strasse und das Hotel sei. Der erste Taxifahrer hatte keinen blassen Schimmer, was uns nicht gerde ermutigte, dass das Hostel nahegelgen ist. Nach weiterem Jammern hielt ich ein zweites Taxi an, der zwar wusste, wo das Hostel ist, jedoch konnte er mir nicht sagen, wieviel es kosten wird. Die Hoffnung bereits aufgegeben, hielt das Taxi in der Seitestrasse wieder an und meinte, dass wir 20 Dollar bezahlen sollen und er bringe uns zu unserem Ziel. Ohne langes Zoegern stiegen wir ein. Angekommen an unserem Hostel, verlangte der Taxifahrer aufeinmal 30 Dollar. Auch mein diskutieren hat nicht geholfen und wir haben das verlangte Geld bezahlt, um weiteren Aerger zu vermeiden. Da waren wir nun…Im Nirgendwo.
Nachdem wir eingecheckt hatten und unser Zimmer betrachtet hatten, dass aus 4 Doppelstockbetten bestand, haben wir uns auf die Terasse gesetzt und unseren Tag und unsere Erlebnisse ausgewertet. Um 11 Uhr sind wir dann alle zur Ruhe gekommen und in einen tiefen Schlaf gefallen.
Am naechsten Morgen klingelte unser Wecker um 9Uhr, da wir unseren tag ja nicht verschwenden wollten. Alle haben sich angezogen und langsamihre sieben Sachen wieder zusammengeraeumt. Fruehstuecken war in der Jugendherberge auch nicht inbegriffen, sodass wir uns auf den Weg zum Bus gemacht haben, der uns in die Stadt zurueckbringen sollte. Niemand hatte erwaehnt, dass der Weg vom Hostel bis zu der Bushaltestelle beinahe eine Stunde dauert. Bereits das erste Mal voellig erschoepft haben wir uns an die Bushaltestelle gesetzt und auf den Bus gewartet. Nennenswert ist auch, dass wir gerade einen Bus an uns vorbeifahren sehen haben und der dort nur alle halbe Stunde faehrt. So sassen wir da nun in der brennendeb Hitze und warteten und warteten und warteten. Nach einigen Bussen auf der gegenueberliegenden Strassenseite errreichte auch UNSER Bus endlich die Haltestelle. Der Bus brauchte von dort an ungefahr 40 Minuten bis in die Stadt, wo wir uns ersteinmal einen Bagel zum Fruehstueck gegoennt haben. Anschliessend sind wir wieder einmal nur rumgeschlendert und haben ueberlegt, was noch sehenswert waere. Nach langen Ueberzeugungsversuchen, haben die anderen eingewilligt den 30-Minuetigen Spaziergang zum Philadelphia Museum of Art in Kauf zu nehmen. Mit schmerzenden Beinen haben wir es endlich erreicht und haben unseren Fuessen erstmal eine Abkuehlung im Brunnen genehmigt bevor wir uns ins Gewimmel der Kunst gestuerzt haben. Nach einigen Fotos eigentlich uninteressanter Dinge haben wir unseren Weg nach draussen gefunden und noch eine kleine Pause eingelegt bevor wir uns auf den Weg zurueck in die Altstadt gemacht haben. Dort angekommen haben wir uns langsam zu unserer Busstation begeben, damit wir nicht vergessen werden. Um 19 Uhr ging es zurueck in die “Heimat”, worueber ich ein wenig froh war, denn anstrengend war das Wochenende doch etwas, auch ohne Kinder.